Schüleraustausch USA: Elena erlebt eine spannende Kultur

Elena über Gastfamilie, Schule, Sport, Freunde und Weihnachten

Elena aus Hessen verbringt ihr Auslandsjahr mit unserem Austausch-Stipendium in Indiana. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen

Meine bisherige Zeit im Auslandsjahr USA in Indiana

Nun ist doch schon sehr viel Zeit vergangen seit dem ich meine Eltern am Flughafen in Deutschland verabschiedet habe. Ich habe das Gefühl ich bin erst seit vielleicht zwei Monaten hier, weil die Zeit einfach so schnell vorbei geht. Mir viel erschreckend gestern auf das ich bald schon die Hälfte meiner Zeit hier hinter mir habe. In den letzten Wochen habe ich, wenn ich genauer darüber nachdenke, dann doch echt viel gemacht und erlebt.

Schüleraustausch USA in der Schule: Sport, Prüfungen und Stress

In der Schule wurde es immer schwerer, da die Abschlussprüfungen für die ersten 12 Wochen näher kamen, die Lehrer also das Tempo und den Druck noch mal erhöhten, wir noch mehr lernen mussten und ich ja auch noch Volleyball nach der Schule spielte.

Ich muss als langjährige Handballerin zugeben, dass Volleyball nicht wirklich mein Sport ist und ich somit auch nicht wirklich gut drin war. Bei einem meiner letzten matches und kurz vor den so wichtigen Prüfungen riss ich mir dann ein paar Bänder an meinem Fuß, was nicht nur höllisch wehtat sondern ich fing an meine Mutter dann doch sehr zu vermissen.

Nachdem ich die Prüfungen dann doch ganz gut geschafft hatte und auch endlich wieder laufen konnte fing ich wieder an mich besser zu fühlen. Endlich wieder mit einem freiem Kopf fing ich wieder an mich auf die Schule und auf meine Freunde zu konzentrieren.

Freitagabend war lange mein Lieblingsabend. Fast jede Woche hieß es dann wieder „ein Footballspiel“, was es zu sehen gab was ich einfach nur total toll fand. Leider ist deren Session jetzt vorbei und ich kann keine Footballspiele von meiner Schule sehen.

Ich hatte mich darüber mit meinem Host Großvater unterhalte. Jetzt schauen wir es immer zusammen, wenn wir ihn besuchen kommen. Was ich echt toll finde und ich denke er auch denn keins seiner Enkelkinder mag Football so sehr als das sie es mit ihm schauen würden. Seitdem auch die Volleyball Session vorbei ist habe ich jetzt auch unter der Woche mal wieder Zeit.

Freunde und Kirche sind im Schüleraustausch USA wichtig

Meine Freunde, meine Gast Schwester und ich gehe gerne zusammen aus oder gammeln auch gerne mal zusammen rum. Oft kommt meine eine Freundin auch in die wöchentliche Kirchenstunde, wo wir zwar hauptsächlich über die Bibel reden es aber doch oft sehr witzig ist und Spaß macht hinzugehen.

Auch mit den Leuten von der Kirche machen wir oft was. Wir treffen uns auch außerhalb mit Freunden von der Kirche. Zum Beispiel haben wir ein Friendsgiving veranstaltet. Ein paar Tage nach thangsgiving haben wir uns alle getroffen und noch mal thanksgiving gefeiert aber anstatt mit der Familie mit all unseren Freunden.Ich fand generell war thanksgiving eine super tolle Erfahrung.

Wir sind für thanksgiving nach St. Louis gefahren um die Familie meiner host mom zu besuchen. Es war wunderbar und so wie man es immer in Filmen sieht. Die ganze Familie war da, alle hatten Spaß, wir haben sehr viel gegessen und Football geschaut. Wir haben dann dort übernachtet da der Weg nach Hause zu weit gewesen währe um es noch an dem Abend zu fahren.

Der Black Friday in den USA war atemberaubend

Freitagmorgen. Vielleicht, der Interessanteste Freitagmorgen in meinem ganzen, Austauschjahr. Es was war Black friday was bedeutet alles war super reduziert und jeder würde einlaufen gehen wollen um das beste Schnäppchen zu machen und mitten drin war ich. Es war einfach atemberaubend. Alles war so schön dekoriert aber trotzdem auch einfach verrückt jeder versuchte, die beste Sache zu bekommen koste es was es wolle. Abends fuhren wir dann mit schmerzenden Füßen und einem Kofferraum voll mit neuen Sachen wieder nach Hause.

Nun wurde es wieder ruhiger. Ich hatte kein Volleyball mehr, wir waren in der Mitte den zweiten 12 Wochen und alles war somit wieder ruhig. Ich hatte mich in meinen neuen Klassen eingefunden und auch in diesen wieder gute Noten; also musste ich mir um nichts mehr Sorgen machen.

Was ich dann aber nicht erwartet hatte, war, dass Homecoming näher kam und somit alle Jungs anfingen durchzudrehen. Anscheinend hat ihnen niemand gesagt, dass sie nicht sterben, wenn sie kein Mädchen finden, das gerne mit ihnen zum Homecoming Tanz geht wollte.

Sport ist in den USA sehr wichtig

Die Basketball Session hat jetzt angefangen und von daher dass Basketball „DER“ Sport in Indian ist gehe ich auch zu den Spielen, hin und wieder aber ich finde es nicht so cool wie Football. Trotzdem finde ich es wichtig, die Schulteams zu unterstützen, weshalb ich dann doch auf fast allen Spielen war.

In den letzten zwei Wochen vor den Ferien hat dann Track Training angefangen. Ich habe mich dafür entschieden Track zu machen. Ich weiß, es wird sehr anstrengend,  aber ich denke es wird sehr witzig und von daher dass mein bester Freund es auch macht habe ich jemanden, der mich motiviert es weiter durchzuziehen.

Ich fand schon von Anfang an sehr toll, wie wichtig Sport hier ist aber auch wie sehr es in der Schule angesehen wird, wenn man ein Athlet ist bzw. wenn man für die Schule an Wettkämpfen, Turnieren oder Spielen teilnimmt.

Schüleraustausch USA mit Reise nach Chicago

Am ersten Winterferien-Wochenende ermöglichten mir meine Host Eltern eine Reise nach Chicago. Wir fuhren, samstags morgens nach Chicago was nur ca. 5 stunden von mir entfernt ist. Dort besuchten wir Freunde meiner Familie. Sonntags fuhren wir dann direkt nach Chicago um uns die Stadt anzusehen und auch ein bisschen Weihnachts-Shopping zu betreiben.

Mich erinnerte Chicago ein bisschen an New York, auch wenn mir wahrscheinlich nicht viele Menschen zustimmen würden bei dieser Aussage. Ich habe dort auch meinen Lieblingsladen, wenn es um Süßigkeiten geht, gefunden und falls ich jemals wieder nach Chicago kommen sollte, werde ich auch zurück zu diesem Laden gehen.

Weihnachten im Schüleraustausch USA in Indiana

Nun steht Weihnachten dann doch schon mehr oder weniger vor der Tür und ich freue mich schon sehr. Ich werde meine Familie sehr vermissen aber denke nicht dass es so schlimm wird, dass ich es Heimweh nennen würde, da ich hier sehr gut aufgehoben bin und es wahrscheinlich in einer so großen Familie nicht langweilig wird.

Wir haben einen Plastik-Weihnachtsbaum wie fast jeder hier, was mich ein wenig verwundert hat, da ich außer in Läden noch nie einen Plastik-Weihnachtsbaum gesehen hatte. Trotzdem sind sie auch schön. Da wir so viele Leute in einer Familie sind, alleine hier im Haus sind wir sieben Personen, befinden sich natürlich auch unter dem Weihnachtsbaum eine Menge Weihnachtsgeschenke. Wir nennen es spaßershalber das „Geschenke-Meer“.

Was erwarte ich von den nächsten Monaten in meinem Auslandsjahr?

Als aller erstes hoffe ich, dass sie schön werden. Ich erhoffe mir für die kommenden Monate, dass es in der Schule weiterhin so viel Spaß macht.

Meine Medizinklasse in der Schule

Ich habe das ganze Jahr eine Medizinklasse gewählt wo wir alles über den Körper, seinen Aufbau und die Funktionen lernen aber auch alles über Krankheiten und Verletzungen. Ich hatte gehofft dass wir wirklich wie bei meiner Sanitäter-Ausbildung vom Deutschen Roten Kreuz auch praktisch Sachen lernen und nicht nur Vokabeln und die verschiedensten Krankheiten auswendig.

Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass ich vielleicht doch noch etwas Medizinisches lerne und dass wir in der Klasse auch praktisch anfangen zu arbeiten. Falls wir das tun, kann ich das Gelernte auch für meine ehrenamtliche Arbeit für das Deutsche Rote Kreuz mitnehmen. Hoffentlich kann ich dadurch meine Arbeit noch besser machen bzw. anderen Menschen noch besser helfen.

Ich bin am Anfang des Schüleraustausches dem Nationalen Geschichtsclub beigetreten

Ich erhoffe mir auch, dass wir weiterhin coole Aktionen machen. Wir waren beispielsweise ein paar Wochen zuvor in einem Freiluft-Museum, wo die Geschichte einer Gruppe von Sklaven von den Anfängen Amerikas erzählt wurde. Jedoch anstatt dass dort alte staubige Dokumente zu sehen sind oder man sich Denkmäler ansehen kann, wird man selber in die Rolle der Sklaven gesteckt. Man wird herumkommandiert wie ein wirklicher Sklave und kann eigene Entscheidungen treffen. Ich fand das super interessant und hoffe wirklich, dass wir weiterhin so tolle Aktionen machen.

Ich kann es kaum abwarten, was wir sonst noch so machen werden als Club. Ich weiß, dass eine Reise nach Washington D.C in der Planung ist und ich bin sehr gespannt, was da noch alles kommt.

Ich will wieder mit dem Sport anfangen

Für das Frühjahr habe ich mir vorgenommen wieder einen Sport zu machen. Ich hatte in der Herbst Session schon Volleyball gespielt und habe großes gefallen daran gefunden für meine Schule an Wettkämpfen teil zunehmen. Da Volleyball aber nicht so wirklich meine Sportart war entschied ich mich nochmal einen Sport machen zu wollen.

Ich hatte mir im Oktober ein paar Bänder an meinem Fuß gerissen. Da jetzt bald das Track Training richtig anfängt hoffe ich, dass ich wieder auf Hundert Prozent komme mit der Belastbarkeit meines Fußes. Leider merke ich doch noch sehr oft, dass es nach einer kurzen Zeit Rennen oder Joggen wieder anfängt zu schmerzen. Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben und glaube noch fest an eine schmerzfreie Session.

Einer meiner besten Freunde aus der Schule ist ein Cross Country Läufer. Da ich nun Track machen werde hat er entschieden mich zu unterstützen und auch dieses Jahr wieder Track zu machen. Das freut mich natürlich sehr da es dann bestimmt noch mehr Spaß machen wird.

Die Zeit vergeht in meinem Auslandsjahr in den USA sehr schnell

Der große Nachteil ist dann dass ich wieder oft unter der Woche lang Abends weg bin und auch generell einfach sehr viel zu tun haben. Daraus resultiert dann auch dass die Zeit schneller vergeht. Einerseits ist das natürlich gut dass ich dann keine Langeweile habe; andererseits ist dann aber auch das große Problem. Je schneller die Zeit vergeht umso schneller gehe ich schon wieder nach Hause und muss mich von allen meinen Freunden in den USA. Aber das dauert zum Glück aber noch mehr als 5 Monate.

Fastfood wird in den USA viel gegessen

Viele meiner Freunde, die schon ein Auslandsjahr gemacht hatten, sagten immer: “Pass nur auf. Amerikaner esse viel mehr Fastfood“. Da stimme ich auch vollkommen zu. Du bekommst überall und immer Fastfood und jeder isst es auch andauernd. Meine Freunde wollten mich immer nur warnen, dass ich nicht zu viel davon zu essen und dick zu werden. Ich denke, auch durch das Track Training hat sich das mit dem dick werden dann für mich auch erledigt. Das hoffe ich zu mindestens.

Was ich mir für die nächsten Monate im Schüleraustausch USA wünsche

Ich erhoffe mir für die nächsten Monate einfach, dass es nochmal richtig schön wird, ich viel Spaß haben kann: in der Schule, beim Sport, mit meinen Freunden und natürlich auch mit meiner Gastfamilie.

Ich finde die US-Kultur spannend

Ich werde mit meiner Gastfamilie in den kommenden Monaten noch ein bisschen in den USA herumreisen und Freunde von denen besuchen. Ich denke, dass ich dadurch auch noch ein bisschen mehr von Amerika sehen und über die Kultur erfahren werde. Ich finde die amerikanische Kultur sehr interessant, gerade weil sie noch nicht so alt ist aber doch schon viel passiert ist.

Eure Elena

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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