Schüleraustausch USA: Deutsche oder ausländische Austauschorganisationen? 9 Punkte für den Vergleich

Man kann den Schüleraustausch mit inländischen und mit ausländischen Austauschorganisationen durchführen – Vorteile und Nachteile

Schüleraustausch USA mit Stipendium an einer High School

Der Schüleraustausch USA kann ein ganzes Schuljahr umfassen oder auch nur wenige Wochen oder Monate. In jedem Falle sollte der Schüleraustausch gut vorbereitet werden, damit alles klappt. Normalerweise wählen die Schüler in Deutschland eine hier auf dem Markt aktive Austauschorganisation für die Durchführung ihres Auslandsaufenthaltes.

Neuerdings stellt sich öfters die Frage, ob man genauso gut eine amerikanische Organisation beauftragen kann. Die Antwort hängt davon ab, welches USA-Programm man wählt und welche Anforderungen die Familien an Sicherheit und Service haben. Außerdem ist der deutsche Schüleraustauschmarkt sehr vielfältig. Für den Vergleich muss man die Bedingungen des Schüleraustausches USA ansehen.                                     

1 Schüleraustausch USA, die Austauschorganisationen und das USA Classic Programm

Für den Schüleraustausch USA gibt es grundlegend unterschiedliche Regelungen, je nachdem, in welche Visa-Kategorie der Austausch fällt. Beim USA Classic Programm übernimmt der amerikanische Staat einen großen Teil der Kosten, so dass die Schüler im Ergebnis weder für den Unterricht noch für die Unterkunft bezahlen müssen. Im Gegenzug gibt es strikte Regeln. Eine dieser Regeln ist, dass nur solche Schüler in die USA reisen dürfen, bei denen es einen „donor“ (Bürgen) in den USA gibt. Dies sind US-amerikanische Institutionen mit einer Lizenz von der US-Regierung. Diese Organisationen wickeln alles ab, was vor Ort in den USA anfällt: Akquisition der High Schools, der Gastfamilien, Betreuung der Schulen, Familien und Schüler und Klärung eventueller Probleme durch die lokalen Koordinatoren.

2 Schüleraustausch USA, die Austauschorganisationen und das USA Select Programm

Beim USA Select Programm besuchen die Schüler eine private High School. Die Förderung und die Regulierung der USA-Regierung fallen weitestgehend weg. Sofern die High School die Voraussetzungen erfüllt, benötigt man allein aus formellen Gründen in den USA keine Austauschorganisation, weder eine amerikanische noch eine deutsche Organisation. Fast alle deutschen Schüler reisen mit Austauschorganisationen aber auch dann in die USA, wenn sie eine private High School besuchen. Die Gründe haben mit den weiteren Bedingungen des Schüleraustausches USA zu tun.

3 Schüleraustausch USA und die Beratung vor dem Auslandsjahr

Bevor Schüler die Entscheidung treffen, einen Schüleraustausch in die USA zu machen, benötigen sie Informationen über die Bedingungen, Vor- und Nachteile der verschiedenen Angebote, auch im Hinblick auf die Frage, was das für ihre Schullaufbahn bedeutet. Zum Schluss geht es auch um die Kosten und Finanzierungsfragen. Das hat oft auch mit der Motivation für das Auslandsjahr zu tun. Daher ist die umfassende Beratung vor der Entscheidung wichtig. Das kann man seriös nur mit im Gespräch mit einem qualifizierten Bildungsberater machen, der sich im Bildungssystem in den USA und in Deutschland gut auskennt. Daher ist das immer eine Aufgabe, die nur hier seriös erledigt werden kann.

4 Schüleraustausch USA und die Auswahl der Schüler vor dem Auslandsjahr

Die High Schools in den USA haben konkrete Erwartungen an die Eignung der Schüler*innen, die zu Ihnen kommen. Die Schüler müssen also durch einen Fachmann daraufhin eingeschätzt werden, ob sie z.B. reif genug sind, um den längeren Aufenthalt in den USA zu bewältigen. Dies kann nur im persönlichen Gespräch mit geschulten Bildungsberatern in Deutschland geschehen.

5 Schüleraustausch USA und die Vorbereitung der Schüler auf ihr Auslandsjahr

Zumindest für den Start in den USA ist es wichtig, dass die Schüler ein Vorstellung haben, wie das Bildungssystem dort funktioniert und wo es Unterschiede im täglichen Leben gibt, die man kennen muss, um nicht in Fettnäpfchen zu treten. Damit wird das Einleben in den USA stark erleichtert. Da diese inhaltliche Vorbereitung mit Blick auf die Herkunft der Schüler erfolgen muss, ist das eine Aufgabe, die zu wesentlichen Teilen in Deutschland geschehen muss.

6 Schüleraustausch USA und die Auswahl der High School beim USA Classic Programm

Beim USA Classic Programm legt die amerikanische Austauschorganisation fest, in welchem Bundesstaat, an welcher High School und bei welcher Gastfamilie die Schüler untergebracht werden. Die Schüler bekommen also einen rundum-sorglos-Service, wenn auch ohne die Sicherheit, in eine der begehrten Regionen zu kommen, wie Florida oder Kalifornien. Die deutsche Austauschorganisation, mit der man zunächst den Vertrag macht, hat mit diesem Teil der Organisation nicht zu tun.

6 Schüleraustausch USA und die Auswahl der High School beim USA Select Programm

Beim USA Select Programm hat die deutsche Austauschorganisation Kooperationsverträge mit ausgewählten High Schools. Daher kennen die deutschen Organisationen bei diesem Programm die High Schools, sie können sie einschätzen und die Schüler bei der Auswahl beraten. Die Gastfamilien werden in diesem Programm normalerweise von der jeweiligen High School aus ihrem Umfeld „mitgebracht“.

7 Schüleraustausch USA und die Austauschorganisationen auf dem deutschen Markt

Auf dem deutschen Schüleraustausch-Markt gibt es sowohl Unternehmen, die nur in Deutschland aktiv sind, als auch Anbieter mit Verbindungen in die USA: Reguläre Firmen und Firmen in Vereinsform, die Schwesterorganisationen in den USA haben, die dann den US-Teil der Aufgaben übernehmen und in den USA auch die Rolle des „donors“ haben. Außerdem gibt es von Niederlassungen amerikanischer Austauschorganisationen in Deutschland, die in Deutschland Geschäftsstellen und deutsches Personal haben. Teilweise sind das Tochterfirmen oder auch unselbständige Vertretungen. Hinzu kommen die „Schulberatungen“ oder „High School Consultants“, die selbst nicht als Veranstalter der Reise auftreten, sondern nur die High School vermitteln und die Familien ggf. bei der weiteren Abwicklung unterstützen.

8 Schüleraustausch USA und die Kriterien für die Auswahl der Austauschorganisation

Aus Sicht des Schülers als Kunden kommt es vor allem auf drei Aspekte an: Die Leistung, insbesondere Beratung, Service und Organisation; dabei ist es normalerweise wichtig, in Deutschland einen deutschsprachigen Ansprechpartner zu haben. Der zweite Aspekt sind die Kosten des Programmes. Der dritte Punkt ist die Sicherheit der Abwicklung. Dies wird am besten dadurch unterstützt, dass die Reise unter das deutsche Reiserecht fällt. Das ist nur der Fall, wenn der Anbieter eine Firma mit Sitz in Deutschland ist. Ob das eine Tochterfirma einer amerikanischen Organisation ist, spielt dabei keine Rolle.

9 Schüleraustausch USA und die gute und günstige Austauschorganisation

Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen.

Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Schüleraustausch-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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