Schüleraustausch und Gap Year: Wie Isabel im Freiwilligendienst in Ghana die Corona-Krise und die Rückkehr erlebt hat

Gap Year: Im Freiwilligendienst hat Isabel die Corona-Krise in Ghana erlebt und ist vorzeitig nach Deutschland zurück gekommen

Gap Year im Freiwilligendienst mit Stipendium Isabel in Ghana (Foto: Stiftung Mensch und Zukunft)

Isabel kommt aus Rheinland-Pfalz. Sie hat ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Ghana verbracht. Durch die Corona-Krise musste sie vorzeitig zurück kommen. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kann man im Schüleraustausch Blog lesen (www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst)

Freiwilligendienst im Gap Year: Der Umgang mit dem Corona-Virus in Ghana

In Ghana wurde sehr schnell gehandelt. Noch bevor ich zurückgeflogen bin, waren alle Schulen geschlossen, Beerdigungen und sonstige soziale Zusammenkünfte wurden auf ein Minimum beschränkt und es wurden an öffentlichen Plätzen Stationen zum Händewaschen aufgebaut. Ziemlich direkt nach meiner Ausreise wurde der Flughafen dicht gemacht und auch sonstiges Reisen im Land wurde auf das Nötigste heruntergefahren.

Bis zum heutigen Tag ist das Reisen ins Land rein aber auch innerhalb des Landes sehr eingeschränkt. Die Schulen sind immer noch geschlossen und auch sonst finden keinerlei Events statt.

Der Präsident hat mit den Maßnahmen versucht die Ausbreitung möglichst zu Beginn einzudämmen. Inwieweit ihm dies gelungen ist, kann ich aus Deutschland nicht genau beurteilen. Es gibt aber in ganz Ghana über 6000 positiv getestete Corona-Fälle!

Freiwilligendienst im Gap Year: Die Corona-Krise und die Auswirkungen auf die Gastfamilie in Ghana

Von meiner Gastfamilie weiß ich, dass die Wirtschaft stark leidet. Die Leute würden weniger kaufen, und meine Gastfamilie, die zum Beispiel einen Klamottenladen hat, muss mit weniger Einkommen durchkommen. Zu Beginn gab es wohl auch Schwierigkeiten mit den Banken, da viele Ghanaer ihr Geld abheben wollten, die Banken aber nicht hinterherkamen und so vieles einfach nicht ausgezahlt werden konnte. Die Situation ist also definitiv alles andere als optimal.

Freiwilligendienst im Gap Year: Die Corona-Krise und die Rückkehr aus Ghana nach Deutschland

Die Rückkehr war ebenfalls alles andere als optimal. Viel zu abrupt, keine Zeit, um sich wirklich zu verabschieden, physisch wie auch psychisch. Sowas wünsche ich wirklich niemandem. Zudem waren meine letzten Tage auch schon total überschattet von der Corona-Krise: Die Schulen waren zu, alle Freiwilligen sind nach und nach aufgebrochen nach Deutschland und mein Gastvater hatte mir auch empfohlen, möglichst wenig vor die Tür zu gehen. Somit habe ich meine letzten Tage versucht, so viel in der Wohnung zu sitzen wie möglich.

Eure Isabel

Über uns

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