Schüleraustausch und Gap Year: Isabel im Freiwilligendienst in der Gastfamilie und Schule und kaum Heimweh

Gap Year: Isabel verbringt ihren Freiwilligendienst in Ghana, lebt in einer Gastfamilie, arbeitet in einer Schule und hat kaum Heimweh

Gap Year im Freiwilligendienst mit Stipendium Isabel in Ghana

Isabel kommt aus Rheinland-Pfalz. Sie verbringt ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Ghana. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kann man im Schüleraustausch Blog lesen

Freiwilligendienst im Gap Year: Mein Zimmer ist jetzt mein zuhause

In den letzten Monaten hat sich bei mit bezüglich der Unterkunft nicht wirklich viel verändert. Ich fühle mich wirklich wahnsinnig wohl, und inzwischen fühlt sich mein Zimmer auch wie mein eigenes an. Als ich nach den Ferien wieder nach Werde (die Stadt in der ich lebe) kam, hat es sich angefühlt, als würde ich wieder nach hause kommen. Ich denke, das ist wirklich ein gutes Zeichen.

Freiwilligendienst im Gap Year: Das Verhältnis zu meiner Gastfamilie

Das Verhältnis zu meiner Gastfamilie ist weiterhin gut, jedoch muss ich sagen, ich bin definitiv kein Familienmitglied. Ich verstehe mich sehr gut mit allen und fühle mich sehr wohl zu Hause (und wie gesagt, ich bezeichne es auch als zu Hause) aber es ist definitiv keine zweite Familie für mich.

Freiwilligendienst im Gap Year: Das Unterrichten macht mir Spaß

In der Schule hat sich aber sehr viel getan. Inzwischen habe ich einen geregelten Stundenplan und die Stunden finden auch statt. Meine Lehrerin lässt mich wirklich sehr viel selber machen. So sind die Stunden, die ich unterrichte, dann auch wirklich anstrengend aber machen natürlich auch Mega viel Spaß.

Freiwilligendienst im Gap Year: Der Sportunterricht in der Schule hat Grenzen

Momentan machen wir Weitsprung mit den Schülern. Jedoch ist der Unterricht meiner Meinung nach nicht all zu produktiv, denn mit  über 100 Schülern/innen (im Sportunterricht werden immer zwei Klassen zusammengelegt, da es sonst nicht genug Sportlehrer gibt) und nur einer Sandgrube, kann jede/r Schüler/in nur ein bis zwei Sprünge pro Stunde machen. Und da jede Klasse nur einmal die Woche Sport hat, hält sich der Lernerfolg auch in Grenzen.

Freiwilligendienst im Gap Year: Wenig Interesse der Mädchen am Sportunterricht

Außerdem finde ich es sehr schade, dass vor allem die Mädchen den Sportunterricht meist nicht all zu ernst nehmen, aber so weit ich mich erinnern kann, war das in Deutschland bei mir in der Schule auch so - trotzdem schade!

Freiwilligendienst im Gap Year: Das Leichtathletik-Training läuft gut

Außerdem hat nun auch das Leichtathletik-Training nach der Schule angefangen, um die Sportler/innen richtig auf die bevorstehenden Wettkämpfe gegen die anderen Schulen vorzubereiten. Ich trainiere nun mit ein paar Mädchen Speerwurf. Das macht wirklich Spaß. Und vor allem ist es echt cool zu sehen, dass sie die Technik, die ich ihnen erkläre, auch umsetzen können.

Freiwilligendienst im Gap Year: Heimweh habe ich nur im Ausnahmefall

Allgemein zum Thema Heimweh; ich hatte von Anfang an in Deutschland gesagt „Weihnachten und wenn ich krank bin, das wird hart!“ Und genau so ist es auch gekommen. Wie oben schon beschrieben war es am Heilig Abend morgens ein bisschen hart, aber als ich letztes Jahr einmal so richtig krank war - da hat das Heimweh richtig rein gekickt. Aber sobald ich wieder gesund war, war es auch schon wieder wie weggeblasen. Tja, wer wünscht sich nicht eine Mutti, die einem Suppe und Tee bringt und einem sagt, dass alles halb so wild ist. Noch dazu kommt, dass das Gesundheitssystem hier in Ghana wirklich ein bisschen anders und für mich sehr gewöhnungsbedürftig ist. Man muss immer ins Krankenhaus und dort sind die Wartezeiten sehr lang und Paracetamol und Antibiotika wird einfach immer erstmal verschrieben. Das widerspricht ein bisschen meiner eigentlichen Philosophie, aber wie gesagt, auch die Krankheit habe ich überlebt.

Freiwilligendienst im Gap Year: Bei Heimweh helfen die modernen Kommunikationstechniken

Man muss auch sagen, dass gerade in der heutigen Zeit mit What’s App und FaceTime ja schnell der Kontakt zu den Lieben in Deutschland hergestellt werden kann. Und gerade als ich Heimweh hatte, habe ich eben diese Möglichkeiten auch sehr intensiv genutzt, und das hat wirklich geholfen. Momentan bin ich einfach nur glücklich hier und habe eigentlich gar kein Heimweh!

Eure Isabel

Über uns

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