Schüleraustausch Kanada: Schulsport, Weihnachten in Kanada und Tipps gegen Heimweh

Schüleraustausch Kanada: Camie erlebt eine beeindruckende Weihnachtszeit

Schüleraustausch Kanada: Stadt im Winter

Camie aus Niedersachsen verbringt ihr Auslandsjahr mit unserem Austausch-Stipendium in Kanada in New Brunswick. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Ihre bisherigen Berichte findest du hier: www.schueleraustausch-portal.de/blog-kanada/

Schüleraustausch Kanada: Mein Sport in der High School

In meinem letzten Bericht habe ich erwähnt, wie ich neue Freunde im Softball-Team fand. Leider war die Saison viel zu schnell vorbei. Danach bin ich dem Dramaclub (bei uns würde man es Theater AG nennen) beigetreten und konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Erstaunlich, wie viel man auf die Bühne bringen kann, wenn alle zusammenarbeiten. So eine Teamerfahrung hatte ich noch nie.

Es folgte meine Aufnahme ins Wrestling-Team. Hier zählt das Team noch mehr. Man arbeitet zusammen und motiviert seinen Partner beim Sport, wie es nur geht.

Bei den Wettkämpfen freut man sich für seine Freunde mehr, als über den eigenen Sieg. Sich freuen über den Erfolg anderer, früher wäre ich wohl eher eifersüchtig gewesen. Ich habe so viel gelernt und mich verändert.

Zwar war ich über Weihnachten sehr heimwehkrank, doch als ich in der Woche nach Weihnachten mit meinem Team außerhalb im Hotel übernachtete, wir alle großen Spaß im Pool und der Lobby hatten, vergaß ich bei dieser Verbundenheit ganz schnell das Heimweh.

Um eine der kanadischsten Sportarten auszuprobieren, bin ich Mitglied im Curling Club geworden. Es ist gar nicht so leicht normal auf dem Eis zu laufen und dabei noch den Stein dahin zu curlen, wo er hin soll.

Schüleraustausch Kanada und eine intensive Weihnachtszeit

Meine Gasteltern haben mir das typische Weihnachten ganz gut verkörpert. Im ganzen Haus wurden singende Stofftiere mit Weihnachtsmützen verteilt. Unser kleiner Hund Bess lief für ein paar Tage mit einer Weihnachtsjacke rum. Mehrere Male sind wir mit dem Auto durch die Städte gefahren und haben uns die Beleuchtungen anderer Leute angeguckt.

Mit meinem Vater habe ich auf einer Weihnachtsbaumplantage einen Baum selbst abgesägt. Ich musste vorher an dem Baum hochklettern, um zu prüfen, ob die Spitze ins Wohnzimmer passt.  Naja, man kennt das Spiel. Wir mussten einen guten halben Meter zu Hause den Baum kürzen. Der Weihnachtsbaum wurde mit viel mehr Lichtern als Schmuck dekoriert.

Schüleraustausch Kanada: Deutsches Brot gegen Heimweh

Damit ich nicht so ein Heimweh habe, gab es am Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen. Ich hatte erwähnt, dass ich deutsches Brot vermisse. Daraufhin schickte mir meine Mutter sechs Brote nach Kanada. Meine Gastmutter backte für mich zwei Brote aus dem deutschen Kochbuch, welches ich als Gastgeschenke mitbrachte. Eine Woche später fand meine Gastmutter in einer anderen Stadt deutsches Brot im Supermarkt und kaufte gleich zwei davon. Nach den 10 Broten kann ich jetzt erstmal für mindestens einen Monat kein deutsches Brot mehr sehen. Trotzdem Danke an meine beiden Mütter.

Schüleraustausch Kanada: Der Gottesdienst in Kanada war beeindruckend

Stark beeindruckt war ich auch von dem Gottesdienst an Weihnachten. Die Band spielte moderne Lieder und es gab keine Predigt, dafür Heißgetränke und Kekse. Alle haben fleißig mitgesungen. Bei dem Lied “der Trommler“ sollte jeder auf den Tisch, die Schenkel oder den Ehemann eintrommeln. So hat die ganze Kirche zusammen Musik gemacht und jeder hatte, glaube ich, eine Gänsehaut (bzw. die Ehemänner eher blaue Flecken). Beim anschließenden Meet and Greet waren viele sehr interessiert ein  neues Gesicht in der Kirche zu sehen. Und by the way, die Hälfte der Leute trug Jeans in der Kirche. Was man in Deutschland wohl dazu gesagt hätte?!

Schüleraustausch Kanada: Autofahren im Schnee

Das Autofahren ist bei dem vielen Schnee nicht ganz ungefährlich. So sind wir schon zwei Mal im Schnee stecken geblieben und einmal hat uns ein Reh gestoppt.

Schüleraustausch Kanada mit künstlichem Erdbeben

In den Ferien war ich in der Woche über Mittag zu Hause. Während ich gerade einen Film guckte, begann auf einmal das ganze Haus zu wackeln. Das war wirklich Angst einflößend. Ich bin panisch zu meinen Eltern gerannt, die lachten sich schlapp, da ich dachte es würde sich um ein Erdbeben handeln. Unser Haus ist sehr alt und wir wohnen nah an einer Güterzuglinie. Daher kam die Vibration.

Das halbe Jahr Schüleraustausch hat mir viel gebracht

Inzwischen ist schon die erste Hälfte meines Auslandsjahres herum. Und ich bin so froh, dass ich mich nicht nur für ein halbes Jahr, bin sondern für ein ganzes Jahr entschieden hatte. Ich hab schon einiges von dem Land gesehen und die Kultur gut kennen gelernt. Ich bin viel selbstbewusster im Englisch sprechen geworden.

Es grüßt Euch aus St. Stephen in New Brunswick, Kanada

Euere Camie

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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