Schüleraustausch in Lateinamerika: Wie Antonia für ein Auslandsjahr nach Chile kam

Der erste Flug ihres Lebens bringt Antonia von Düsseldorf über Madrid nach Santiago de Chile

Antonia in Chile

Arrival Camp in Santiago de Chile

Antonia aus Dortmund war mit unserem Stipendium in Patagonien in Chile. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen

Die Vorbereitung in Deutschland auf den Schüleraustausch

In Deutschland wurde ich durch meine Organisation an insgesamt drei Wochenenden auf mein Auslandsjahr vorbereitet, zusammen  mit anderen Austauschschülern, die auf ihr Auslandsjahr vorbereitet werden. Die Teilnahme an den Wochenenden ist verpflichtend. Die ersten beiden werden nach Städten, das dritte Wochenende nach Gastländern eingeteilt. Unsere Betreuer waren alle selbst vor kurzem erst im Ausland und konnten daher unsere Fragen und Probleme sehr gut nachvollziehen und beantworten.

An den Wochenenden haben wir durch realitätsnahe und psychologisch durchdachte Spiele gelernt, wie man im Ausland mit möglichen Konfliktsituationen umgehen kann. Wir haben Erfahrungsberichten und Erlebnissen der Betreuer gelauscht und hatten insgesamt sehr viel Spaß.

In den Vorbereitungsseminaren habe ich Freunde gefunden, die mir auch in Chile helfen

Dabei habe ich auch viele neue Freunde gefunden, deren Kontakt ich hier während meines Auslandsjahres sehr zu schätzen weiß. Hat jemand von uns ein Problem, nimmt er umgehend mit anderen Austauschschülern Kontakt auf – egal in welchem Land und auf welchem Erdteil er/sie sich gerade befindet –  und fragt um Rat. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.

Kofferpacken für das Auslandsjahr und der lange Flug nach Chile

Das Kofferpacken kurz vor meiner Abreise war dann noch eine besondere Herausforderung. Es ist fast unmöglich, Gastgeschenke und all die Kleinigkeiten, die man sonst noch braucht für ein Jahr, in einen Koffer, der auch nur 23kg wiegen darf, zu packen. Doch schließlich habe ich auch das geschafft und stand auf einmal mitten im Düsseldorfer Flughafen. Ich sollte zum ersten Mal in meinem Leben ein Flugzeug betreten.

Glücklicherweise bin ich nicht alleine geflogen, sondern mit zwei weiteren Mädchen, die auch mit meiner Organisation nach Chile reisten. Beim Umsteigen in Madrid haben wir dann auch noch viele Austauschschüler aus Italien getroffen, auch alle auf dem Weg nach Chile.

Das Arrival Camp in Santiago de Chile mit 80 Austauschschülern aus aller Welt

In Santiago de Chile wurden wir dann am Flughafen von Betreuern abgeholt und in ein Gemeindehaus gebracht, in dem unser „Arrival-Camp“ stattfand.

Insgesamt waren wir über 80 Austauschschüler aus der ganzen Welt, die ein Auslandsjahr in Chile vor sich hatten. Auf dem 3-tägigen „Arrival-Camp“ hatten wir dann erst mal Zeit uns kennenzulernen, auszutauschen, auszuruhen und witzige Gruppenspiele zu spielen. Schließlich haben wir noch letzte Tipps zu unserem Auslandsaufenthalt bekommen, bevor es für uns alle endlich in die Gastfamilien ging.

Von Santiago waren es noch 2.000 Kilometer Flug und 250 Kilometer mit dem Auto bis Puerto Natales

Da ich in Patagonien leben würde, musste ich noch 2.000 km mit dem Flugzeug weiter in den Süden fliegen. Zum Glück wieder nicht alleine, sondern mit anderen Austauschschülern zusammen.

Als ich dann meine Gastfamilie am Flughafen in Punta Arenas zum ersten Mal sah, war das schon ein merkwürdiges Gefühl. Schließlich kannte ich sie nur von Fotos und von einem relativ kurzen Email-Austausch. Der erste Eindruck war sehr gut – wir mochten uns sofort.

Wir sind dann ins 250 km entfernte Puerto Natales gefahren, die Stadt, in der ich für ein Jahr leben würde. Das entspricht ungefähr einer Entfernung von Dortmund nach Frankfurt. Für chilenische Verhältnisse ist das nah, das habe ich gleich an meinem ersten Tag gelernt.

Da ich so müde war und die Aufregung und Angespanntheit nicht unerheblich waren, habe ich diese erste Fahrt in meine neue Heimat verschlafen. Meine Gasteltern haben mich erst geweckt, als wir Puerto Natales erreichten.

Eure Antonia

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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