Schüleraustausch in Corona-Zeiten: Nele und ihr Start in Gastfamilie und Schule ohne Dänische Sprachkenntnisse

Nele hat sich für ein Auslandsjahr in Dänemark entschieden. Die erste Zeit ohne Dänisch-Kenntnisse in der Schule

Schüleraustausch mit Stipendium: Nele in Dänemark

Nele aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Dänemark. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Europa kann man im Schüleraustausch Blog lesen.

Schüleraustausch Dänemark: Meine erste Zeit in der Gastfamilie

Also haben wir abends nett zusammengesessen und gegessen. Wir konnten dabei viel erzählen und es kam mir sehr normal vor. Meine Familie ist sehr herzlich und entspannt. Die ersten Tage haben wir einfach erzählt und sie haben mir ein bisschen die Region gezeigt.

Wir haben uns einfach noch besser kennengelernt und das funktioniert echt gut. Ich fühle mich bei meiner Familie schon stark integriert und sehr wohl. Momentan reden wir viel auf Englisch, aber in den letzten Tagen kann ich manchmal ein paar Sätze in Dänisch verstehen oder etwas auf Dänisch fragen. Ich lerne jeden Tag neue Wörter dazu. Normalerweise sollte ich am 10.08 mit der Schule starten. Aber da ich noch einen dritten Corona Test machen und deswegen auf das Ergebnis warten musste, konnte ich erst zwei Tage später starten. Aber das war völlig in Ordnung, so konnte ich mich in meinem neuen zu Hause noch etwas einleben.

Schüleraustausch Dänemark: Der Start in meiner Schule

Dann ging die Schule los. Einen Tag vor meinem Beginn hatte ich ein Treffen mit meiner Ansprechpartnerin, die mir alles gezeigt und mich auf die Schule vorbereitet hat. So war ich für den ersten Schultag vorbereitet. Meine Gastmutter hatte mich an dem Morgen netterweise hingebracht und dort mit mir gewartet. Mit meiner Ansprechpartnerin bin ich dann zu meiner neuen Klasse gegangen und habe mich dort vorgestellt. Meine Klasse ist sehr nett und hat mich sehr schnell aufgenommen. Sie haben mir alles gezeigt und integrieren mich immer wieder in Gespräche.

Schüleraustausch Dänemark: Deutsch in Dänemark sprechen

Klar, das Meiste ist hier auf Dänisch, aber darauf war ich ja vorbereitet. Oft sitze ich einfach nur dabei und verstehe nichts. Aber ich fühle mich trotzdem integriert. Alle Lehrer machen mir keinen Druck und sind eher neugierig, wo ich in Deutschland wohne und ob ich deutsch spreche.

Ja, das ist tatsächlich eine Frage, die ich hier schon häufiger gefragt wurde. Immer, wenn ich mich vorstelle und sage, dass ich Deutsche bin, werde ich gefragt:„Do you speak german?“. Ich finde die Frage eher komisch und zugleich auch lustig. Ich meine, was soll ich sonst sprechen? Aber dann folgt immer eine höfliche Antwort meinerseits und ich antworte immer, dass ich deutsch spreche. Dann freuen sich die meisten Dänen und einige Lehrer haben mich sogar auf Deutsch begrüßt. Ich war sehr überrascht, wie gut die Dänen Deutsch können; Ich hatte es nicht so gut erwartet.

Schüleraustausch Dänemark: Meine ersten Kontakte in der Klasse

In einigen Fächern komme ich überraschenderweise doch gut zurecht, in anderen verstehe ich dafür wieder gar nichts. Aber ich habe keinen Druck, das heißt, dass ich nicht wie die anderen Schüler bewertet werde. Klar, ich werde mich da nicht drauf ausruhen, aber es erleichtert den Einstieg in die Schule doch stark, denke ich. Heute bin ich einfach mit den Mädchen aus meiner Klasse mitgelaufen und habe mich hin und wieder mit in die Gespräche eingebracht. Aber es wird sich erst in einigen Wochen herauskristallisieren, mit wem ich mehr zu tun haben werde und mit wem eher nicht. In ein paar Wochen werde ich nämlich auch normal für meine Klasse sein.

Doch ich denke, dass ich Glück gehabt habe mit meiner Klasse. Ich bin in eine große Gruppe von Mädchen hineingerutscht, wo jeder etwas mit jedem zu tun hat; so hatte ich in den ersten beiden Tagen schon mit vielen verschiedenen Leuten Kontakt. Und ich bin sogar schon zu einer Party eingeladen und ich wurde gefragt, ob ich auch zu anderen Partys kommen möchte. Mache ich natürlich gerne, denn so kann man die Leute noch besser kennenlernen und ich freue mich im Moment einfach, dass die Leute so offen sind und ich scheinbar schnell Anschluss gefunden habe. Ich werde einfach noch ein bisschen abwarten, aber für die erste Woche des Auslandsjahres bin ich echt begeistert. Ich fühle mich hier wohl.

Schüleraustausch Dänemark: Ich bin auf die nächsten Wochen gespannt

Ich bin gespannt, wie sich das alles die nächsten Wochen mit Freunden entwickeln wird. Aber eigentlich mache ich mir keine Gedanken. Ich meine, warum auch? Die erste Woche lief schon so gut, was soll da noch schief gehen? Klar, ich soll nicht zu euphorisch sein, aber ich wurde von den Organisationen gut drauf vorbereitet, was mich alles noch stimmungstechnisch erwarten wird. Trotzdem bin ich auf diesen Stimmungsverlauf sehr gespannt, es wird an einigen Stellen bestimmt hart werden. Bisher fiel mir alles überraschenderweise leicht. In Deutschland bin ich eher etwas zurückhaltender neuen Menschen gegenüber, aber hier bin ich komischerweise total offen und mehr extrovertierter. Ich meine, das ist auf jeden Fall gut. Das hat mich einfach nur überrascht.

Schüleraustausch Dänemark: Ich will noch viele Freunde kennen lernen

Aber ich glaube, dass ich so zufrieden bin, weil ich es tatsächlich geschafft habe, keine Erwartungen zu haben. Und ich glaube, dass das extrem hilft, da man dadurch erstens gar nicht enttäuscht werden kann. Und zweitens kann man sich viel besser auf die neuen Dinge einlassen, da man keine eigene Vorstellung davon hatte. So kann man sich besser anpassen und sich integrieren.

Wenn ich so an die letzte erste Woche zurückdenke, bin ich echt überrascht von mir und bin gespannt, was noch alles kommen wird. Auf jeden Fall sind viele Treffen mit meiner Klasse geplant, da lernt man die Leute nochmal ganz anders kennen und ich hoffe, dass ich dadurch schnell Freunde finde, obwohl ich die Sprache nicht wirklich beherrsche.

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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