Schüleraustausch in Chile - Antonia: Die Schule hat mich freundlich aufgenommen

Antonia wird von den Menschen in Chile beim Lernen der Sprache unterstützt

Antonia aus Dortmund war mit unserem Stipendium in Patagonien in Chile. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen

Mein erster Schultag im Auslandsjahr in Chile

Bereits zwei Tage nach meiner Ankunft bin ich dann zum ersten Mal in die Schule gegangen. Neu war für mich, dass ich ab jetzt eine Schuluniform tragen muss. Sie besteht aus einem dunkelroten Rock, grauen Stumpfhosen, schwarzen Ballerinas und einem grauen Shirt mit Schullogo. Da meine Gastmutter meine Englischlehrerin und gleichzeitig auch meine Klassenlehrerin ist, bin ich mit ihr am Morgen zur Schule gefahren. Sie hat mich meiner neuen Klasse vorgestellt und in der Pause haben mir ein paar Mädels aus der Klasse die Schule gezeigt.

Die Schule hat mich sehr freundlich willkommen geheißen

Mit mir zusammen fing ein weiterer Austauschschüler meiner Austauschorganisation aus Dänemark sein Auslandsjahr an. Wir wurden gemeinsam dem Direktor der Schule und den gesamten Schülern des Liceo Gabriela Mistral offiziell in der Turnhalle – die hier eine Aula ersetzt -vorgestellt und tatsächlich haben sie alle für uns die chilenische Nationalhymne zur Begrüßung gesungen. Das war ein sehr besonderer Moment, in dem ich mich sofort sehr willkommen geheißen fühlte.

Meine Spanisch-Kenntnisse waren zu Beginn sehr gering

Meine Mitschüler haben mir von Anfang an sehr viele Fragen gestellt, die ich zunächst alle nicht verstanden habe. In meiner Klasse gibt es nur ein Mädchen, das gut Englisch sprechen kann und sie musste dann immer übersetzen. Doch obwohl ich kaum etwas verstanden habe, was um mich herum gesprochen wurde, sind mir viele freundliche Gesichter und immer ein aufmunterndes Lächeln begegnet. Am Nachmittag haben mir die Mädchen dann die Stadt gezeigt. Sie waren ganz begeistert davon, mir ihre Umgebung zu zeigen, denn für mich war ja alles neu und fremd.

Volleyball ist in Chile viel entspannter als in Deutschland

Ein paar Tage später haben mich meine neuen Freundinnen dann auch zum ersten Mal mit zum Volleyballtraining genommen. In Deutschland war ich auch schon in einem Volleyballverein, doch hier in Chile gehe ich sehr viel lieber zum Training. Vielleicht liegt es an der anderen Atmosphäre. Ich habe das Gefühl, es kommt hier mehr auf den Spaß und das Zusammenspielen an als auf den Erfolg und das Gewinnen und Bessersein. Es herrscht kein Konkurrenzkampf. Mag sein, dass es daran liegt, dass Jungen und Mädchen gemeinsam trainieren. Nur die Turnierspiele werden getrennt durchgeführt.

Ich bekomme viel Hilfe beim Lernen der Spanischen Sprache

Auch wenn ich am Anfang kaum Spanisch verstanden habe, hatten sowohl meine Freunde als auch meine Familie sehr viel Geduld mir Wörter beizubringen. Dabei hat mir auch mein „OhneWörterBuch“ geholfen, ein Wörterbuch, in dem statt Vokabeln viele verschiedene Bilder abgedruckt sind. Und mein Gastvater hat mir gleich zu Beginn die Farben anhand der Knete meiner kleinen Gastschwester beigebracht. So war es ein Kinderspiel, neue Wörter zu lernen.

Dem Unterricht in der Schule konnte ich am Anfang kaum folgen

Bis auf Englisch und Mathe habe ich kaum etwas verstanden. Die Lehrer haben mir gesagt, ich solle einfach versuchen mitzuschreiben. Mit der Zeit sind dann Physik und Chemie auch zu meinen neuen Lieblingsfächern geworden. In Deutschland war Chemie nicht wirklich mein Lieblingsfach, während ich es hier richtig gerne mache und gut verstehe, obwohl es auf Spanisch ist. Bis auf Spanisch und Technologie habe ich eigentlich die gleichen Schulfächer wie in Deutschland auch, sogar Französisch. Von Anfang an habe ich auch die gleichen Klassenarbeiten wie meine Mitschüler mitgeschrieben und habe auch Noten dafür bekommen.

Mit der Sprache klappt es nach fast vier Monaten jetzt richtig gut

Natürlich mache ich noch Fehler und mir fehlen immer noch manche Vokabeln, aber ich kann soweit alles verstehen und kann mich auch gut mit meiner Familie und meinen neuen Freunden unterhalten. Dennoch finde ich die Schulfächer Biologie, Geschichte und Spanische Sprache weiterhin sehr schwierig und verstehe nur wenig.

Eure Antonia

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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