Schüleraustausch Dänemark in Corona-Zeiten: Für Nele sind die ersten Monate mit der Gastfamilie perfekt

Das Einleben und der Alltag mit der Gastfamilie sind für Nele sehr entspannt. Bei kulturellen Unterschieden haben Gespräche gute Lösungen ermöglicht

Schüleraustausch mit Stipendium: Nele in Dänemark

Nele aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Dänemark. Sie lebt bei ihrer Gastfamilie im Norden Jütlands. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Europa kann man im Schüleraustausch Blog lesen.

Schüleraustausch Dänemark: Die ersten Monate sind schnell vergangen

Mein erster Bericht ist schon so lange her- so fühlt es sich auf jeden Fall an. Drei Monate können gleichzeitig viel und wenig klingen, finde ich. Für mich klingen drei von zehn Monaten schon viel und wenn ich bedenke, wie schnell die Zeit bis jetzt vergangen ist, wird dieses Jahr echt schnell um sein. Aber so weit sind wir ja noch nicht. Erstmal erzähle ich euch von meinen vergangenen drei Monaten. Es hat sich viel verändert, im Vergleich zu meinem ersten Bericht; das Verhältnis mit meiner Gastfamilie, meine Sprachkenntnisse und mein Alltag.

Schüleraustausch Dänemark: Mit meiner Gastfamilie komme ich sehr gut aus

Mit meiner Gastfamilie lief es von Anfang an super. Ich finde, dass wir alle sehr gut zusammenpassen- das denkt meine Gastfamilie auch. Es fühlte sich schon immer ganz normal an mit ihnen zu leben und einfach nun ein Teil von ihrem Leben zu sein. Seit meinem ersten Bericht ist das Verhältnis nur besser geworden. Ich verstehe mich mittlerweile sehr gut mit meiner Gastschwester; mein Gastvater meinte letztens, dass sie und ich uns wie echte Geschwister verhalten würden. Stimmt, wie ich finde und ich mag diesen Gedanken. Wir haben beide unsere eigenen Leben, und das ist auch gut so, aber wir beziehen den anderen immer wieder mit in das eigene Leben ein. So habe ich schon viele Leute durch meine Gastschwester kennengelernt.

Schüleraustausch Dänemark: Nele lernt die ganze Familie kennen

Außerdem habe ich meinen Gastbruder in dieser Zeit endlich kennengelernt - wir verstehen uns auch sehr gut und auch mit ihm fühlt es sich normal an, wenn er zu Hause ist. Mit meiner Gastfamilie komme ich kurzgesagt sehr gut aus. In der letzten Zeit habe ich auch alle weiteren Familienmitglieder bei Treffen und Geburtstagen kennengelernt. Ich verstehe mich mit allen sehr gut, so dass die Treffen immer sehr angenehm sind.

Schüleraustausch Dänemark: Wir kochen und essen gemeinsam und lernen uns dabei besser kennen

Wir sind jeden Tag relativ viel zusammen und manchmal koche oder backe ich für sie. Gekocht habe ich bisher ein paar deutsche Gerichte und sie kamen super an. Generell probiere ich hier sehr viel neues Essen und ich muss sagen, dass ich die dänische Küche sehr gerne mag. Es ist eine etwas einfachere Küche, schmeckt aber, wie ich finde, sehr gut.  Das freut natürlich jeden, der etwas Dänisches kocht. Dann sind immer alle gespannt, was ich zu diesem Essen sage, und ich mochte bisher fast alles.

Schüleraustausch Dänemark: Kulturelle Unterschiede im Alltag

Beide Seiten der Familie lernen viel Neues dazu, da wir Unterschiede zwischen unseren Kulturen feststellen und alle viel über die andere Kultur lernen wollen. Zum Beispiel habe ich immer noch Schwierigkeiten mit der Mülltrennung hier in Dänemark. Normalerweise ist es kein großes Problem, wenn mal etwas in der falschen Tonne landet. Aber hier in Dänemark kann es sein, dass man eine Geldstrafe in Rechnung gestellt bekommt, wenn der Müll nicht richtig getrennt wurde. Also muss ich immer nachfragen, wo bitte welcher Müll entsorgt wird.

Es sind die kleinen Dinge, die auffallen. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich Dänemark und Deutschland nicht extrem. Aber man merkt es an ganz kleinen Sachen, die einen manchmal verwirren können. Ich muss aber sagen, dass ich es in dieser Art und Weise relativ gut finde. Man muss sich nicht komplett neu zurechtfinden, aber es gibt dennoch Unterschiede.

Schüleraustausch Dänemark: Mit meiner Gastfamilie habe ich gute Erfahrungen bei dänischen Verhaltensregeln gemacht

Ich kann also sagen, dass es mir hier gut geht und ich sehr gut zurechtkomme. Was mir aber auch noch aufgefallen ist, ist, dass man vor seiner Abreise viele Regeln von der Organisation mitgeteilt bekommt und einem gesagt wird, welche Dinge wie gehandhabt werden müssen.

Ganz ehrlich? Meine Gastfamilie und ich haben unseren eigenen Weg gefunden. Ich weiß, dass es die Regeln aus einem guten Grund gibt, aber mit den Verhaltensweisen kann man sich nicht vorbereiten. Das hängt auch stark von der Familie ab, und man wird seinen eigenen Weg finden, wie man einige Dinge handhabt. Beide Seiten müssen aufeinander eingehen und dann wird sich ein Weg finden. Ich habe mir vor meiner Abreise doch ein paar Gedanken gemacht, wie ich mich in einer bestimmten Situation verhalten soll. Aber wenn man mit der Familie klarkommt, ist das kein Problem und relativ viel ergibt sich von alleine.

Eure Nele

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

Wir freuen uns über Beiträge zum Blog
info(at)schueleraustausch-portal.de

Außer auf diesem Portal stellen wir gute Austauschorganisationen, Schulberatungen und Sprachreiseanbieter auch im Rahmen unserer AUF IN DIE WELT-Messen vor. Zu den nächsten Messen

Instagram