Schüleraustausch Brasilien: Die Austausch-Organisation war unzuverlässig, aber Brasilianer helfen

Hannah: In Brasilien helfen Freunde und Lehrer bei Problemen gerne

Hannah aus Berlin verbringt ihr Auslandsjahr mit unserem Austausch-Stipendium in Belo Horizonte in Brasilien. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen mit ihrer Austausch-Organisation

Die Austausch-Organisation in Brasilien: freundlich, aber unzuverlässig

Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich leider sagen, dass die brasilianische Partnerorganisation meines Austausches sehr freundlich, aber absolut unzuverlässig ist. Mein Koordinator wechselt gefühlt alle zwei Monate, und die jeweilige Person hat sich fast nie bei mir gemeldet oder auf Nachfragen reagiert.

Die Austausch-Organisation in Deutschland war immer hilfsbereit

Meine deutsche Austauschorganisation auf der anderen Seite war absolut hilfsbereit und immer präsent, sobald ich um Kontakt bat. Das hat jeglichen Prozess auf brasilianischer Seite immer sehr beschleunigt, ist aber natürlich - da es sie unprofessionell aussehen lässt - von ihr auch nicht gern gesehen; deshalb wollte ich diese Möglichkeit nie überstrapazieren.

Ich habe mir in Brasilien selbst Hilfe gesucht – und gefunden

Deshalb saß ich oft im Büro der Schulkoordinatorin oder bei meinen Englischlehrern, um über die Situation mit der Gastfamilie reden zu können. Ich glaube tatsächlich, das Wichtigste in solchen Situationen ist es, sich die Ansprechpartner vor Ort selbst zu suchen.

Für mich waren das tatsächlich meine Freunde und meine Lehrer. Was mir allerdings auch immer sehr geholfen hat, war der Vorsatz, keine Angebote auszuschlagen, einfach so viele verschiedene Dinge wie möglich auszuprobieren, sich gezielt ablenken zu lassen.

Ich habe mich auch an Ivan, den Verantwortlichen des örtlichen Rotary Distrikts, gewandt, der mir sofort Hilfe, nicht nur bei der Suche nach einer neuen Gastfamilie, sondern im Allgemeinen anbot. So mache ich jetzt seit inzwischen mehr als einem Monat einmal wöchentlich drei Stunden Portugiesisch-Unterricht mit den belohorizontiner Rotariern, was mein Grammatikverständnis noch einmal beachtlich vorangebracht hat.

Und dank Ivan bin ich auch zu einem zweimonatigen Praktikum in der Assembleia Legisatíva, dem Landtag von Minas Gerais gekommen, was mir einen sehr spannenden, nochmal ganz anderen Einblick in die brasilianische sehr chaotische (durch Korruption beeinflusste) Politik und die im Oktober anstehenden Präsidentschaftswahlen gibt.

Eure Hannah

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Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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