Schüleraustausch Argentinien: Annelie über Familienleben, Kontakte nach Deutschland und Heimweh

Anneli hat im Schüleraustausch in Argentinien gelernt, wie die Familien zusammenhalten und was am besten gegen Heimweh hilft

Anneli aus Nordrhein-Westfalen verbringt ihr Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Argentinien. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Lateinamerika kann man im Schüleraustausch Blog lesen.

Schüleraustauch Argentinien: Die Familien in Argentinien feiern gerne zusammen

Insgesamt kann man sagen, dass argentinische Familien und Freunde viel stärker zeigen, dass sie sich lieben. Wann immer es geht,versammeln sich alle, um schöne Stunden miteinander zu verbringen. Und dabei darf gutes Essen nicht fehlen, so dass wir schon mit 25 Leuten 70 kg Fleisch gegessen haben.

Schüleraustauch Argentinien: In der Familie gibt es kaum Geheimnisse

Die Eltern sind sehr gut informiert, man redet über alles. Die Eltern sind meist sehr ängstlich und geben den Kindern nicht allzu viel Freiraum. Wenn man Freunde einlädt, setzt man sich mit ihnen ins Wohnzimmer, damit die ganze Familie etwas davon hat, und geht nicht etwa allein in sein Zimmer.

Schüleraustauch Argentinien: Argentinier sind sehr gastfreundlich

Denn für Argentinier ist es das Größte, Besuch zu haben, der sich in ihrem Haus wohlfühlt. Sie sind total gastfreundlich und haben ein riesengroßes Herz. Eben genau deswegen, weil die Argentinier so sind wie sie sind, fühle ich mich sehr, sehr wohl. Ich bin hier Teil der Familie. Und ich hatte zum Glück kaum Probleme mit Heimweh. Und wenn doch, dann hilft es wirklich, zu reden oder sich abzulenken.

Schüleraustauch Argentinien: Kontakt nach Deutschland und mein Mittel gegen Heimweh

In Deutschland wurde mir gesagt, dass man vor allem am Anfang keinen Kontakt zu seiner deutschen Familie haben soll, weil das angeblich das Heimweh nur verstärkt. Aber ich habe für mich festgestellt, dass es mir hilft, mit meiner Familie und meinen Freunden zu telefonieren (über WhatsApp), wenn ich das Gefühl habe, mein Zuhause gerade sehr zu vermissen.

Jedoch sollte man das mit Vorsicht genießen, denn es kann leicht passieren, dass man in Gedanken in Deutschland und nur physisch hier ist. Und das hilft dann wirklich nicht, man sollte besser rausgehen, so viel wie möglich unternehmen und die Zeit genießen, die man hier hat. Denn am Anfang erscheint ein Jahr unendlich lang, aber dann vergeht die Zeit wie im Flug und das erste halbe Jahr ist schnell um. Also, wenn du Heimweh hast, backe Plätzchen, mach was immer dich glücklich macht, und genieße, dass du hier sein darfst.

Schüleraustauch Argentinien: Meine Pläne an die nächsten Monate

Zunächst bleibt mir noch Zeit, um das Land kennenzulernen, mich mit Freunden zu treffen, auf Partys zu gehen. Ich hoffe, noch mehr von der Kultur zu erfahren und noch mehr ein Teil davon zu werden, mehr davon zu übernehmen. Und hoffentlich lerne ich dann endlich "Truco", ein in Südamerika beliebtes Kartenspiel, richtig zu spielen. Außerdem möchte ich meine Sprachkenntnisse weiter vertiefen und im Mai die Sprachprüfung bestehen.

Ich freue mich auf die nächste zeit, denn jetzt kann ich die Sprache sprechen, habe Freunde gefunden und versuche, eine möglichst gute Zeit zu haben und noch ein bisschen den Sommer zu genießen.

Eure Anneli

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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