Gap Year in Bolivien: Tim schildert die Bewerbung, Finanzierung des Freiwilligendienstes und den Abschied

Für den Freiwilligendienst im Ausland sind eine Bewerbung, das Sammeln von Spenden und viel Vorbereitung erforderlich.

 

Gap Year mit Stipendium: Tim in Bolivien (Foto: BürgerStiftung Region Ahrensburg)

Tim aus Schleswig-Holstein verbringt ein Auslandsjahr im Freiwilligendienst mit einem Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg in Bolivien. Er berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu seinem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern kannst du hier lesen: www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst/

Mein Gap Year: Das Bewerbungsverfahren für den Freiwilligendienst ist kompliziert

Für das Bewerbungsverfahren musste ich leider mehrere Texte schreiben, genauso wie auch bei anderen Organisationen. Was auch logisch ist.

Zu Beginn musste ich eine Bewerbung schreiben und konnte anschließend ein Auswahlwochenende aussuchen. Da ich sehr spät dran war, gab es nur noch ein Auswahl-Wochenende in Limburg. Falls du einen Auslandsfreiwilligendienst machen möchtest, empfehle ich auf jeden Fall, sich früh genug zu bewerben – ungefähr ein Jahr früher.

Beim Auswahlwochenende gab es viele Informationen über die Organisation Auslandsfreiwilligendienste, ebenso Gruppenspiele/-aufgaben und auch ein Gespräch/Interview.

Mein Gap Year: Unterschiedliche Vertragsvarianten und die  Kosten für den Freiwilligendienst

Meine Organisation bietet drei unterschiedliche Vertragsvarianten an. Man kann alles selbst (CSP) bezahlen, was viel kostet, aber dafür hat man mehr Möglichkeiten. Oder es gibt zwei geförderte Programme vom Bund – weltwärts mit 70% Förderung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und den Internationalen Jugendfreiwilligendienst vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit 350€ pro Monat, die an die Organisation gehen, was im Endeffekt ein bisschen weniger im Vergleich zu weltwärts ist.

Die Kosten setzen sich zum Beispiel aus Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Reise, Taschengeld, Verwaltung, die Teilnahme an Begleitseminaren, und der Qualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeiter zusammen.

Mein Gap Year: Die Festleung der Vertragsvariante und des Ziellandes Bolivien für den Freiwilligendienst

Nach dem Auswahlwochenende bekamen alle Teilnehmer eine Mail mit einem Link, um die Bewerbung fortzusetzen. Jetzt konnte auch unter anderem ein Land ausgewählt werden und die Art des Programmes. Ich habe dann eine Länderzusage für Bolivien mit dem Weltwärts-Programm bekommen.

Es gibt viele Länder, in denen es eine Organisation von AFS gibt. Somit hat mich AFS Deutschland nach AFS Bolivien entsandt. AFS Bolivien brauchte auch noch weitere Informationen. Zum Beispiel ein Schreiben an die Gastfamilie und auch ein ausgefülltes Formular vom Arzt.

Mein Gap Year: Die Finanzierung meines Freiwilligendienstes in Bolivien

Nun hatte ich die Aufgabe, Spenden für die letzten 30% der Kosten zu sammeln – ungefähr 2750€. Was sich als nicht so einfach herausgestellt hat.

Es gibt einige Unternehmen mit Spendentöpfen, aber die sind meistens nicht für solche Programme ausgelegt. Und die meisten Vereine, Organisationen und Unternehmen, die für mich übergeblieben sind, haben kein Geld dafür über. Am Ende habe ich in meiner Familie gefragt und habe so die Spenden zusammen bekommen.

Dank der Bürgerstiftung Region Ahrensburg habe ich zu den 100€ Taschengeld pro Monat 500€ zusätzlich zur Verfügung.

Mein Gap Year in Bolivien: Die Vorbereitung der Reise

Das waren aber noch nicht alle organisatorischen Sachen, die vor der Abreise erledigt werden mussten. Schließlich musste ich noch ein Einreisevisum für Bolivien beantragen. Dafür ist auch eine Gelbfieberimpfung nötig. Da nur wenige Ärzte gegen Gelbfieber impfen dürfen, war ich im Tropeninstitut ein Hamburg. Die konnten mich auch gut beraten, welche weiteren Impfungen für mich sinnvoll sind.

Es gab zwei Seminare von meiner Organisation zur Vorbereitung auf einen Auslandsfreiwilligendienst. Ich hatte bei dem einen Seminar keine Zeit, aber ich konnte zum Glück bei einer anderen Gruppe teilnehmen. Bei den Seminaren haben wir viel Interessantes gelernt. Nicht nur Wichtiges für einen Auslandsaufenthalt und das Leben in einer anderen Kultur. Das, was wir gelernt haben, ist auch gut zu wissen für das allgemeine Leben. Des Weiteren gab es einen Sprachkurs von AFS Bolivien, der gemacht werden musste.

Mein Gap Year in Bolivien: Der Abschied von Deutschland

Ich hatte mir eine ToDo-Liste gemacht, um einen Überblick zu behalten. Die Liste wurde schneller länger, als ich sie abarbeiten konnte, und mit den Vorbereitungsseminaren, dem letzten Familienurlaub, mehreren Impfterminen, dem Visum und Kofferpacken, blieb nur wenig Zeit über, um mich zum Beispiel überall richtig zu verabschieden. Aber das wichtigste von meiner ToDo-Liste habe ich geschafft.

Euer Tim

Gute Informationen zu Schüleraustausch und Gap Year gibt es auf den bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termin: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

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