Auslandsaufenthalte für junge Leute: Die Angebote für das Gap Year nach der Schulzeit 2018

Das Gap Year: Wie du mit wenig Geld fremde Länder und Menschen auf der ganzen Welt kennen lernen kannst

Im Sommer wirst du die Schule verlassen. Dazu herzlichen Glückwunsch! Damit kommt die Frage: Was mache ich jetzt?

Eines ist klar: Dieser Zeitpunkt ist die beste Gelegenheit im Leben für eine Auszeit, bevor dich die Ausbildung, Beruf und Familie später zeitlich in ein enges Korsett nehmen.

Inzwischen machen es viele junge Leute wie die Engländer. Dort ist es Tradition, nach der Schulzeit eine Auszeit zu nehmen. Mit „Gap Year“ ist gemeint, dass man den normalen Ablauf für ein Auslandsjahr unterbricht. Der Lohn ist ein Erlebnis, an das du dich dein ganzes Leben erinnern wirst.

Die Länder für das Gap Year 2018

Die Liste der Länder, in denen ein Gap Year machbar ist, ist in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Praktisch alle begehrten Ziele sind dabei, von Australien und Neuseeland über die USA und Kanada bis zu vielen Ländern in Afrika, Südamerika und Asien.

Die Programme für das Gap Year

Du hast viele Möglichkeiten, dein Gap Year nach deinen Interessen zu gestalten. Folgende Programme stehen zur Auswahl:

1.     Au pair, Demi Pair EduCare: Du arbeitest im Haushalt einer Familie, unterstützt die Familie bei der Kinderbetreuung. Du lebst in der Familie und lernst so das tägliche Leben hautnah kennen. Du bekommst Unterkunft, Verpflegung, einen Zuschuss zu den Reisekosten, Taschengeld und Freizeit, damit du Land und Leute erkunden kannst. Voraussetzung sind Erfahrungen in der Betreuung von Kleinkindern, teilweise brauchst du ein Gesundheitsattest.

2.     Camp Counselor: Du arbeitest in den Sommerferien in einem Feriencamp in den USA als Betreuer der Kinder und Jugendlichen.

3.     Praktikum: Du kannst das Leben und das Berufsleben aus der Perspektive eines normalen Mitarbeiters kennen lernen. Den Kontakt zu deinem Arbeitgeber solltest du frühzeitig von Deutschland aus vorbereiten.

4.     Tourismusjobs: Du bist als Animateur oder Reiseleiter für die Betreuung der Gäste, insbesondere der Kinder, im Einsatz – in der Regel in attraktiven Urlaubsregionen der Welt. Diese Tätigkeit ist oft auf eine Urlaubssaison befristet.

5.     Work and Travel ist die beliebteste Reisekombination im direkten Anschluss an die Schulzeit. In manchen Ländern wird dies auch „Working Holidays“ genannt. Normalerweise wechseln sich dabei Phasen ab, in denen du arbeitest und in denen du das Land bereist. Die Grundidee von Work and Travel stammt aus Australien und Neuseeland. Inzwischen ist Work and Travel aber auch in den USA, Kanada und vielen weiteren Ländern möglich.

6.     Wwoofing ist eine spezielle Form von Work and Travel. Dabei handelt es sich um Aushilfstätigkeiten auf Bauernhöfen. Die Wwoofing-Bauernhöfe sind auf einer Internetplattform gelistet, so dass du einfach klären kannst, ob es passt und deinen Platz reservieren kannst.

7.   Freiwilligendienst: Kennzeichen von Freiwilligendiensten ist, dass du in einem sozialen, Projekt oder einer gemeinnützigen Einrichtung arbeitest. Einsatzorte sind vor allem Kindertagesstätten, Alten- und Behindertenheime, Schulen und Krankenhäuser, Natur- und Kulturprojekte. In der Regel bekommst du dazu Seminarangebote und eine Betreuung vor Ort. Es gibt eine ganze Reihe von staatlich geförderten Freiwilligendiensten. Wenn dir diese Angebote nicht passen: Du kannst auch einen Freiwilligendienst machen, der nicht staatlich gefördert (und reglementiert) ist; es gibt viele seriöse Anbieter.

8.     Sprachkurse im Ausland: Sprachkurse umfassen normalerweise den Unterricht durch Muttersprachler in einer Lernguppe mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern. Der Unterricht findet meistens vormittags statt, so dass du nachmittags Land und Leute erkunden kannst. Teilweise umfassen die Angebote Kulturprogramme und die Unterbringung in Familien.

9.     Studium: Schnuppersemester an einer ausländischen Universität: Du nimmst am regulären akademischen Programm der jeweiligen Universität teil, ggf. in einer Ausprägung für internationale Studenten, etwa in Form einer Summer School.

10.  Homestay: Hierunter wird der Aufenthalt im Ausland mit Anschluss an eine Familie verstanden. Es geht darum, die andere Kultur kennen zu lernen. Deine Gastfamilie erwartet, dass du dich am Familienleben beteiligst. Natürlich kannst du diesen Aufenthalt mit einem Sprachkurs, einem Praktikum oder Work and Travel verbinden.

Tipps und gute Angebote für dein Gap Year 2018

Im Internet gibt es viele Seiten und Publikationen von Anbietern, auch kommerzielle Verkaufsmessen zu Auslandsaufenthalten. Wir empfehlen dir nur unabhängige Quellen zu nutzen, die nicht über Provisionen gesteuert werden. In diesem Sinne empfehlen wir im Internet die Anbietersuche auf dem SchülerAustausch-Portal. Dort gibt eine Übersicht der seriösen Anbieter und einen Ratgeber mit vielen Tipps, den du kostenfrei als E-Book herunter laden kannst. Persönlich sprechen und vergleichen kannst du die guten Anbieter auf den AUF IN DIE WELT-Messen der Deutschen Stiftung Völkerverständigung, die bundesweit stattfinden. Orte und Termine findest du hier: www.aufindiewelt.de/meessen.

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist in der Nähe von Hamburg. Wir arbeiten mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte nach der Schule vermitteln.

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