Schüleraustausch USA Lara war in Arkansas - im „Natural State“

In Arkansas lernte Lara das Leben der Amerikaner mit viel Natur kennen

Lara hat uns über ihre Erfahrungen in den USA berichtet. Dafür danken wir ihr herzlich.

Warum wolltest du einen Austausch machen?
Ich wollte ins Ausland, um eine neue Kultur kennen zu lernen und zwar nicht in der „Touri-Variante“, sondern die „wahre“ Kultur und seine Bürger.

Hast du dich auf deine Zeit in den USA vorbereitet? Wenn ja, wie?
Meine Austauschorganisation hat mir gut ein Jahr vor Abreise jeden Monat Infos zu Feiertagen, Schulalltag, Hobbys, etc. zu geschickt. Außerdem habe ich viele englische Bücher gelesen und Filme geguckt und mich mit ehemaligen Austauschschülern über das unterhalten, was mich erwarten würde.

Erläutere kurz deinen normalen Tagesablauf während des Austausches in Stichworten:
Aufstehen, Schule von 8.00-15.30, danach im 1. Semester Unternehmungen mit Freunden, Hausaufgaben, gemeinsames Familienessen; im 2. Semester montags- freitags bis ca. 18.00 Sport, danach Hausaufgaben, mit der Familie gemeinsam essen, danach vielleicht einen Film gucken.

Welche Hobbies hattest du während deines USA-Aufenthaltes?
Ich war im Journalismus-Kurs meiner Schule, im Softball-Team, habe getanzt, war im Kirchenchor und in der Jugendgruppe der Kirche, habe sonst viel mit meiner Gastfamilie und Freunden unternommen.

Was hat dich am meisten an der neuen Kultur in den USA überrascht?
Die Offenheit und Spontanität der Amerikaner. Egal wo man war, man hatte immer das Gefühl, willkommen zu sein und auf ein großes Interesse an anderen Kulturen zu stoßen.

Was war dein Lieblingsessen in Arkansas?
Mac&Cheese (Käse-Makkaroni), Reese’s Pieces (mit Erdnussbutter gefüllte Süßigkeiten), Quesadillas und Fajitas. Da ich im Süden der USA war, hatte ich das Glück, auch einiges von der mexikanischen Kultur und Küche kennen zu lernen.

Gab es etwas was dir nicht gefallen hat? Wenn ja, was?
Auch wenn dies auf keinen Fall auf alle Amerikaner zutrifft (besonders die Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren sehr offen und liberal) musste ich feststellen, dass einige der älteren Erwachsenen immer noch recht rassistische Ansichten hatten. Besonders Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen waren von einigen nicht gerne gesehen.

Wie häufig hattest du Kontakt zu deiner deutschen Familie? Und fandest du das im Nachhinein zu viel/zu wenig/genau richtig?
Während des Jahres hatte ich nicht allzu viel Kontakt zu meiner deutschen Familie. Wir haben ein, zwei E-Mails in der Woche geschrieben und haben in der ersten Zeit ungefähr einmal im Monat, später auch zwei- oder dreimal im Monat telefoniert. Im Nachhinein fand ich den Kontakt zu „Deutschland“ für mich genau richtig portioniert. So hatte ich die Möglichkeit, mich völlig auf meine Zeit im Ausland zu konzentrieren.

Wie bist du mit Heimweh umgegangen?
Wenn ich Heimweh hatte, habe ich versucht, etwas mit meinen Freunden oder meiner Familie zu unternehmen. Natürlich habe ich auch mit meiner deutschen Familie darüber gesprochen, doch die schärften mir ein, mich bloß nicht in meinem Zimmer zu verkriechen. Je mehr man unternimmt, desto weniger Zeit bleibt einem für Heimweh!

Hattest du nach deinem Austausch schulische Probleme? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?
In den ersten Wochen, in denen ich wieder zur Schule ging, hatte ich einige Probleme mit der deutschen Grammatik - oft benutzte ich den englischen Satzbau und ersetzte deutsche Worte, die mir nicht einfielen, mit englischen - und ich  musste mich erst wieder an "deutsche" Hausaufgaben und Tests gewöhnen, die in den USA meist etwas weniger umfangreich ausgefallen waren. Doch nach kurzer Zeit hatte man sich, wie von selbst, wieder eingewöhnt.

Erzähle von deinem schönstes Erlebnis während des Schüleraustausches
Ich hatte die Möglichkeit, bei einem Nationalen Tanzworkshop und –Wettbewerb teilzunehmen, der in Dallas, Texas stattfand und bei dem meine Tanzgruppe in ihrer Kategorie den ersten Platz belegte.

Beschreibe deinen Schüleraustausch mit einem einzigen Wort
Unvergesslich!

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist Ahrensburg in der Nähe von Hamburg. Für die Aktivitäten arbeitet die Stiftung mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch vermitteln.

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