Schüleraustausch USA – Die fünf Alternativen für deinen USA-Aufenthalt

Vorteile und wichtige Bedingungen der verschiedenen USA-Programme

Sind die USA weiter das beste Ziel für den Schüleraustausch?

Die Vereinigten Staaten sind weltweit das Traumland Nummer 1 für junge Menschen, die die Welt entdecken wollen. Die meisten deutschen Austauschschüler gehen jährlich in die USA, um dort eine Schule (High School) zu besuchen und Land, Leute und die Kultur kennen zu lernen.

Für den Schüleraustausch in die USA gibt es neue Möglichkeiten

Michael Eckstein ist Vorsitzender der Deutschen Stiftung Völkerverständigung, die den Schüler- und Studentenaustausch fördert und den Markt bundesweit intensiv beobachtet: „Wer während der Schulzeit in die USA gehen will, findet heute viel mehr Möglichkeiten und Alternativen. Die klassischen und kostengünstigen USA-Programme gibt es weiterhin. Die aktuelle US-Regierung hat die Rahmenbedingungen für deutsche Schüler unverändert gelassen.“ Er gibt dir hier einen Überblick der aktuellen Angebote.

1. Das klassische High School-Jahr

Das „USA Classic-Programm“ umfasst einen Aufenthalt von ca. 10 Monaten in den USA. Du besuchst eine öffentliche (staatliche) High School und lebst in einer amerikanischen Familie, in deiner Gastfamilie.

Die Organisation erfolgt durch eine sogenannte Austausch-Organisation in Deutschland in Zusammenarbeit mit einer Partner-Organisation in den USA. Die Aufgaben werden normalerweise geteilt: In Deutschland liegen Beratung und Vorbereitung der Schüler und ihrer Familien sowie die Organisation der Reise in die USA einschließlich Unterstützung bei den Formalien (VISA etc.). Die Partner-Organisation betreut dich während deines Aufenthaltes in den USA. Diese Organisation ist auch für Gewinnung und Betreuung der Schule und der Gastfamilie verantwortlich. Nur von der US-Regierung zugelassene Organisationen dürfen hier tätig sein.

Die Auswahl der Schule und Familie liegen allein bei der US-Organisation. Daher enthält dieses Angebot die Ungewissheit, wohin es innerhalb der USA geht und in welche Schule und in welche Familie du kommst. Das "USA Classic"-Programm ist mit 8.000 bis 10.000 Euro relativ preisgünstig, weil du weder Schulgeld noch Unterkunft zu bezahlen hast.

2. Das klassische High School-Jahr mit Regionen-/ Schulwahl

Viele junge Leute möchten auswählen können, wohin es für sie in den USA gehen wird. Daher gibt es auch Angebote mit Wahlmöglichkeiten. Die Besonderheit ist, dass du die Schule oder zumindest die Region auswählen kannst. So gibt es spezialisierte Anbieter, die sich auf Kalifornien spezialisiert haben. Die Kosten liegen hier allerdings höher als beim klassischen Programm.

3. Schüleraustausch USA an einer Privatschule

Dieses Programm umfasst einen Aufenthalt von ca. 10 Monaten in den USA. Die Besonderheit ist, dass du an der von dir vorab ausgewählten High School in der gewählten Region mit deren spezifischem Fächerangebot unterrichtest wirst. Der Vorteil von Privatschulen sind generell das bessere Unterrichtsangebot, eine bessere technische Ausstattung der Schule und kleinere Klassen. Auch zur Frage, wo du wohnst, gibt es in diesem Programm Wahlmöglichkeiten: Alternativen sind die Unterbringung in einer Familie oder in einem Internat. Diese Angebote sind verbunden mit Kosten für die Schule und die Unterbringung. Daher liegen die Kosten deutlich über denen des Classic-Programms. Die Organisation erfolgt durch eine Austausch-Organisation oder eine spezialisierte Schulberatung in Deutschland in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Privatschule.

4. Schüleraustausch USA für drei oder fünf Monate

Aktuell ist das Angebot an kurzfristigen Aufenthalten gewachsen. Damit reagieren die Austausch-Organisationen auf das Interesse vieler Jugendlicher, die nach der Schulzeitverkürzung kein ganzes Jahr ins Ausland gehen möchten.

Du kannst für drei Monate oder 5 Monate in die USA gehen. Da das staatliche Schulsystem auf Ganzjahresaufenthalte ausgerichtet ist, werden hierfür Aufenthalte an Privatschulen angeboten. Damit hast du alle Vorteile von Privatschulen, einschließlich der Flexibilität dieser Schulen. Die Kosten sind allerdings höher. Finanziell ist der Vorteil bei Kurzaufenthalten gegenüber einem Ganzjahresaufenthalt gering: Die Kosten für Reise und Organisation fallen in voller Höhe an.

5.  Schüleraustausch USA: Leben bei Freunden und Verwandten

Viele Familien haben Freunde oder Verwandte in den USA. Dann liegt es nahe, den Schüleraustausch so zu legen, dass du bei deinen Bekannten wohnen kannst. Das ist grundsätzlich auch gut machbar. Allerdings musst du dir über folgende Aspekte im Klaren sein:

  • Du benötigst in jedem Falle eine Schule in der Nähe, die alle Voraussetzungen der amerikanischen Regierung für internationale Schüler erfüllt. Dies ist bei staatlichen Schulen nur dann ohne Schulgeld machbar, wenn eine Austausch-Organisation eingeschaltet wird. Die gute Nachricht: Ein Teil der Austausch-Organisationen ist darauf eingestellt, auch „mitgebrachte Gastfamilien“ einzubeziehen. Inwieweit das bei den Kosten einen Vorteil bringt, musst du im Einzelfalle klären.
  • Falls du während deines Auslandsaufenthaltes im Zusammenleben mit deinen Bekannten bekommst, kann es problematisch werden. Ob die Austausch-Organisation dann kurzfristig eine andere Gastfamilie in der Region findet, ist nur bedingt abschätzbar. Notfalls musst du also vorzeitig nach Deutschland zurück reisen. Derartige Fälle sollen öfters vorkommen.

Schüleraustausch in die USA selbst organisieren?

Grundsätzlich ist es sowohl für staatliche als auch für Privatschulen möglich, den Auslandsaufenthalt selbst zu organisieren. Vor allem für den Schüleraustausch USA ist das in der Praxis aber wenig empfehlenswert, weil

  • dann Kosten für die Schule und die Unterbringung anfallen, so dass man hiermit kaum sparen kann,
  • die organisatorische Unterstützung der Austausch-Organisation für die Vorbereitung entfällt,
  • Schulen die direkte Anmeldung teilweise nicht akzeptieren
  • die Betreuung durch eine Austausch-Organisation vor Ort wegfällt. Vor allem im Falle von Problemen gibt es dann keine Hilfe vor Ort.

Gute Information für deinen Schüleraustausch USA

Klar ist, dass Du dich gut informieren solltest, damit Du beim USA-Trip nicht überrascht wirst. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die Anbieter seriös und leistungsfähig sind. Du hast folgende Möglichkeiten:

  • Der Ratgeber „Schüleraustausch Traumziel USA“, den du in aktualisierter Auflage als E-Book auf dem Schüleraustausch-Portal kostenfrei herunter laden kannst.
  • Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung bietet bundesweit die „Auf in die Welt“-Informationsmessen, auf denen sich die Jugendlichen und ihre Familien über alle Aspekte von USA-Auslandsaufenthalten informieren können.
  • Auf den Messen bekommt jeder die Möglichkeit zur persönlichen Beratung.
  • Auf vielen Messen werden Vertreter der Botschaft der USA persönlich vor Ort sein.
  • Der Eintritt zu den Messen ist frei.

Termine, Orte und Programm der Messen findest du unter www.aufindiewelt.de

 Unsere Stipendiatin Sabrina zu Gast im Disneyland

 

Fotos auf dieser Seite: Deutsche Stiftung Völkerverständigung, C_juanestey / istock.com

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sitz der Stiftung ist Ahrensburg in der Nähe von Hamburg. Für die Aktivitäten arbeitet die Stiftung mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch vermitteln.

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