Freiwilligendienst für den Schüleraustausch – Start in der Stiftung und Kreativseminar für die FSJler

Das Seminarprogramm auf einen Blick

Freya absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in unserer Stiftung und berichtet hier über ihre Erlebnisse

Hallo, ich bin Freya. Seit einem guten Monat bin ich in der Stiftung und absolviere diese Saison mein FSJ Kultur bei der Stiftung. Ich bin nicht die einzige FSJlerin in der Stiftung: Anna ist schon seit Herbst letzten Jahres dabei.

Ich kann euch von einem sehr herzlichen Empfang, guten Einstieg sowie arbeitsreichen ersten Wochen hier im Team erzählen. Auf meiner ersten Messe war ich bisher noch nicht; deshalb erzähle ich euch von meinem ersten Seminar:

„Wir sind mitten ‚Auf dem Weg!‘ Aber wohin denn? Zum Scheersberg, mitten im Freiwilligendienst, im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Studium oder auch einfach nur auf dem Weg zur Freundin oder zum Freund. Was begegnet uns am Wegesrand, welche Gedanken treiben uns an, immer weiter zu gehen? Wo wollen wir ankommen?“

„Auf dem Weg“, dass war unser Leitsatz, diese und viele weitere Fragen haben uns auf dem Kreativseminar begleitet…

Am Montag haben Anna und ich uns gemeinsam mit zwei BFDlern (Bundesfreiwilligendienst) im Auto auf den Weg zum wunderschönen Scheersberg gemacht. Durch unsere frühzeitige Ankunft waren wir die Ersten und hatten die Gelegenheit uns ein bisschen umzuschauen. Ich war ein wenig aufgeregt, mein erstes Mal auf Seminar. Was kommt auf mich zu? Wie sind die anderen dort so? Aber die Freude auf eine spannende Woche überwog doch deutlich.

Im Gegensatz zu den ca. 30 Anderen die sich auf dem Einführungsseminar alle schon begegnet sind, war ich mit einem weiteren Kandidaten neu beim Kreativseminar. Daher gab es zu Beginn in dem großen Gruppenraum auch noch eine schnelle Kennlernrunde. Nach ein paar Gruppenspielen und der Zimmerverteilung, hatten wir kurz Zeit anzukommen, bevor es dann in das andere Gebäude zum Mittagessen ging (übrigens könnten Anna und ich einen zwei Seiten Artikel darüber verfassen, wie gut das Essen dort ist!).

Am Nachmittag haben wir uns dann das erste Mal auf drei Werkstätten aufgeteilt, die wir im Vorfeld wählen durften. Zur Auswahl standen:

  • Walk the line – Grafiklabor mit Tine Voecks
  • Musik mit Samples, Sounds & Instrumenten mit Sebastian Bode
  • Lebenswelten, Konflikte und Umgang mit verhaltensaufwendigen Kindern mit Norbert Lütjens

Anna hat sich für die Musikwerkstatt entschieden, ich für die Kunstwerkstatt. Wir haben beide über die vier Tage sowohl eine Menge an theoretischem Input, als auch intensive Erfahrungen im Praktischen gesammelt. Am Donnerstagabend stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Präsentationen vor. Gemeinsam mit einer BFDlerin moderierte ich den Abend.

Die Musik-Leute hatten die ganze Woche über Geräusche aus ihrer Umwelt aufgenommen, gesampelt und diese dann gemeinsam mit ihren mitgebrachten Instrumenten, zu einem tollen selbstgeschriebenem Musikstück vereint. Sie leiteten den Abend mit der Livevorstellung ihres experimentellen und exotischen Stückes ein.

Anschließend ging es weiter mit den „Pädagogen“. Sie hatten die Woche mit vielen Gesprächen, Experimenten, Rollenspielen, sowie dem Austausch eigener Erfahrungen verbracht. Für den Abend präsentierten sie ein kleines Rollenspiel in dem eine Konfliktsituation entstand. Diese lösten sie dann mit Hilfe von drei Flipcharts auf denen sie Wege und Möglichkeiten aufzeigten in so einer Situation, einzugreifen und zu agieren.

Den Abschluss machte die Kunstwerkstatt, dazu ging die gesamte Gesellschaft in das Gebäude in dem wir die Woche über gedruckt, gekritzelt, gezeichnet, gemalt und mit vielen Techniken experimentiert hatten. Daraus sind viele tolle Kunstwerke, Stopmotion-Filme und Installationen entstanden. Wir hatten den Donnerstag über unser Atelier zu einer kleinen Gallerie umgebaut, hier konnten sich alle treiben lassen, über die Werke und Techniken diskutieren und die Ausstellung angucken.

Während der Zeit auf dem Scheersberg haben wir viel über unseren „Weg“ geredet, dazu gab es immer wieder Anregungen und Impulse, die wir in kleinen Gruppen besprechen konnten. Am Dienstag war Biografien-Abend, die Dozenten führten uns in kleinen Rundumvorträgen durch ihre Lebenswege, wir durften Fragen stellen und es war wirklich interessant, beruhigend, sowie aufschlussreich. Alle haben sehr gespannt zugehört, es gab auch ein paar Lacher wenn das Leben in eine Kommune führte oder unerwartete Jugenderinnerungen auftauchten. Vor allem habe ich mitgenommen, dass man weitermachen sollte – auch wenn du mal auf dem Weg umkehrst oder davon abweichst, wirst du immer irgendwo ankommen, es kann dir neue Möglichkeiten eröffnen, dich umdenken lassen.

Wir hatten extrem viel Spaß bei den Gruppenspielen, in denen man beinahe unmöglich erscheinende Aufgaben gemeistert hat. Bei Entspannungsmomenten wie Joga oder Massage konnten wir neue Kraft für unsere Projekte tanken.

Nicht vermissen werden wir das Wetter, aber der eine sonnige Tag der Woche, hat uns schon einen schönen Vorgeschmack auf  kommende wärmere Seminarwochen gegeben. Wir lassen viele Dinge dort, Sorgen, Schnupfen, Müdigkeit, ein Steinmännchen, dafür nehmen wir umso mehr mit: neue Ideen, Freundschaften und Zuversicht.

Es war toll endlich die ganze Runde kennen zu lernen und sich über die Woche hinweg zu integrieren. Ich freue mich schon auf das Gesamtseminar im Sommer.

Eure Freya

Über uns

Wir sind die Deutsche Stiftung Völkerverständigung. Die Stiftung ist gemeinnützig; sie hat ihren in Sitz in Ahrensburg der Nähe von Hamburg hat. Für die Aktivitäten arbeitet die Stiftung mit Partnern und Förderern in ganz Deutschland zusammen. Mit diesem Blog wollen wir dir Erfahrungsberichte, Tipps & Tricks zum Thema Schüleraustausch vermitteln.

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